Fahndungsersuchen der Berliner Polizei

Gesucht wird...

In regelmäßiger Folge veröffentlichen wir zur Unterstützung der Berliner Polizei deren Fahndungsersuchen. Man ist hier gern behilflich. Folgende Fahndungsmeldung bilden wir der Einfachheit halber im Original ab.

Das Fahndungsersuchen spricht Bände. Die Beschreibung mit zwischen 25 bis 30 Jahre alt erscheint geschmeichelt. Der Überfall auf ein Bürobedarfgeschäft indes überrascht nicht. Man vermutet eine gewisse Branchenvertrautheit. Bei dem Gesuchten könnte sich dem Vernehmen nach um ‘Jimmy’ handeln, der in Berlin nicht unbekannt ist. Die Fahndungsmeldung weist jedoch einige Ungereimtheiten auf. Diesen Hinweis gab ein als ‘Doberman” auftretender Informant, der namentlich nicht genannt werden will.

Unsere Mitarbeiter sind mit allen Entwicklungen des internationalen Völkerrechts vertraut. Jugoslawisch sprechende Räuber wie diese gibt es nach unseren weiterführenden Recherchen schon längst nicht mehr. Insofern muss der Polizei noch Mitteilung gemacht werden, das Jugoslawien unlängst schmerzlich in Auflösung genommen wurde. Muttersprachler behaupten, dass es eine jugoslawische Sprache eigentlich gar nicht gibt. Das wird zu überprüfen sein. 

Da wir vor kurzem in der kroatischen Diaspora zum Zwecke der Auslandserkundung streng betrieblich orientierte Recherchen machten, vermuten wir jedoch, dass es sich bei dem Gesuchten um ein als ’Pivo-Grillplatte-Cevapcici-Racnici-slow food-Vertrieb’ firmierende Geldwaschanlage handelt, die mit dem Tarnnamen ‘Muschi-Muschi-Draga-Express’ geschickt auftritt und in MMS-Nachrichten ihre Kunden laufend unterrichtet.

Das Unternehmen macht derzeit besonders in der Gegend von Moscenicka Draga von sich reden. Ortsansässige Experten vermuten eine wesentliche Vernachlässigung des genannten Einzugsbereichs ab morgen, Freitag, den 22.08.08. Unbestätigten Gerüchten zufolge verlassen dann umher marodierende Banden das Land und ziehen sich nordwärts zurück. In der Berliner Immobilienszene munkelt man nur hinter vorgehaltener Hand, dass der Herr bei einer angesehenen, traditionsreichen, privaten Hausverwaltung längst eine Tarn-Anstellung als Gruppenleiter im Bereich Wohnungsverwaltung gefunden haben soll. Doch das sind nur Gerüchte, denen wir bei Redaktionsschluss noch nicht nachgehen konnten. Wir werden nicht weiter darüber berichten.

Zum Schluss noch diese Bitte: Helfen Sie der Polizei, wenn Ihnen der Gesuchte bekannt vorkommt. Schon kleine Hinweise helfen bekanntlich, dicke Fische an Land zu ziehen.  In der Untersuchungshaftanstalt von Rijeka konnten wir kürzlich die Haftbedingungen überprüfen und empfinden diese als hilflos.

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